Painting at the time of cholera: commemorating Alajos Unger (1814-1848)
On 29 October 1814 academic artist Alajos Alois Unger was baptised in his hometown. Thus, in all likelihood, he must have been born — as the second son of playing-card maker Mátyás Mathias Unger the Elder — on 28 October. He died of cholera in 1848 aged 34. Part of the reasoning behind this blog and my work is to ensure his life and works are kept in memory. I shall say no more than that for the moment for the reasons outlined in my previous post.

Alajos Alois Unger (1814-1848) displayed at the exhibition of the Budapest Doctors’ Association in 1902

In September and October 1902 an unusual exhibition took place at the Art Hall in Budapest: the exhibition of the Budapest Doctors’ Association. It was an unusual exhibition featuring several hundred paintings from the private collections of various doctors. Most of these paintings were shown there for the first time, and it was considered quite sensational. One of the doctors was Lajos Petz from Györ, a former classmate of Alajos Alois Unger’s nephew of the same name. Petz was also a famous art collector. He had sent a dozen paintings of otherwise unknown masters to the exhibition, among them a few showing playing-card playing scenes plus a pub scene painted by Unger in Netherlandish style. I shall write more about this exhibition and this painting soon.
The next instalment: megjelent a Soproni Szemle 2022/2
The second volume of Soproni Szemle 2022 has now appeared, I have been informed. It features the second part of my article on the Unger playing-card making and artist family. While the previous instalment was a family history that traced back the Unger family as an ancient burgher family of Sopron, the second publication focusses on the playing-card makers and the academic artist and their relationships with Sopron with plenty of brand new information. A new painting by Alajos Alois Unger is also presented: A portrait of what seems to have been his paternal grandmother with a representation of Lake Neusiedl (Fertő in Hungarian) in the background.
Another important publication is to appear soon.
After I had written the above, I received notice of a post on the Facebook page of Soproni Szemle featuring some details of my first article with the photo of my great-great grandfather Alajos II. Unger (1850-1900) and his family with the youngest child yet to be born. Details and images also below.




Artworks in Hungary: the (legal) situation
My latest publication is now out, but today is to readdress another topic first. In May 2010 this blog was started to protect my intellectual property and to ensure my research was not snatched up by the curator of the Unger exhibition and his collaborators. The owner of Alajos Alois Unger’s Madonna painting then displayed was also incredibly worried, despite a written contract and a high amount due in case of loss, that she would never see it again. That although the laws in Hungary regarding the protection of cultural goods was only officially amended thereafter, making it considerable easier for Hungarian authorities to appropriate themselves of artwork deemed relevant for the nation. Unger’s family portrait from 1843 fell under this védett–no export category already in 1974 when it was auctioned off and acquired by the National Gallery.
Later the new laws were passed, but even despite those many, as can be read on the pages of Hungarian Spectrum from 2015, consider it an illegal act when a famous art collector who did not want to sell a painting part of a trilogy for much less than the appraisals of the internationally leading auction houses stated, saw his artwork confiscated by the government of Hungary when he attempted to transport it out of the country to be sold elsewhere.
Now this must be borne in mind.
The next chapter
The next Unger publication is due out. Details will follow shortly.
Mord und Plagiat verjähren nicht: Der Wissenschaftsskandal des Győrer Museumsdirektors
Dieser Blog handelt vom Betrug, Plagiarismus der Arbeit von zwei deutschen Professoren und den notorischen Lügen Zoltán Székelys, des Direktors des Flóris-Rómer-Museums in Győr, der dieses Amt am 1. Juli 2020 antrat. Er handelt von einem an Dr. Gyula Szakál, einem inzwischen pensionierten Dozenten der lokalen Universität, veruntreuten Manuskript, den Betrug um die vereinbarte ungarischsprachige Publikation sowie auch von einer CD mit Familienfotos aus dem 19. Jahrhundert, die das Museum zum einmaligen Gebrauch für die Ausstellung von 2010, erhielt, die aber angeblich verschwunden ist. Vom Stadtarchiv Györ, in dem wichtige, offiziell, gelistete Quellen ebenso auf mysteriöse Weise verschollen sind. Insgesamt handelt er von mangelnder wissenschaftlicher Integrität in der Audistadt Győr und einem Bürgermeister Prof. Dr. András Csaba Dézsi und einer Stadt, die auf Anfragen von zwei deutschen Professoren und Mäzenen nicht reagiert, und deren Großzügigkeit insgesamt mit unglaublicher Feindseligkeit quittiert wurde.
Hier der Artikel der Lokalpresse zur Ausstellung:
Einer Plagiatsprüfung durch die ungarische Akademie der Wissenschaften hatte sich Zoltán Székely schon 2013 entzogen:
Dass ich die Hauptforscherin zum Thema bin kommunizierte Zoltán Székely jedoch sogar in einer E-Mail:
Nachdem wir keine Antwort von Seiten der Stadt erhielten und eine Modus-vivendi-Lösung mit Zoltán Székely, der 2010 Kurator der Unger-Ausstellung war und seit 1.7.2020 neuer Direktor des Györer Museums ist, 2013 endgültig scheiterte, erscheint es nach gründlichem Abwägen sinnvoll, darüber hier mehrsprachig im Detail öffentlich zu berichten. Damit sollen andere Wissenschaftler, Forscher und Mäzene ausdrücklich gewarnt werden. Dies auch, da das Museum und der Direktor sich öffentlich damit brüsten, internationale Kontakte bis hin an die Universität Cambridge haben, obwohl er meines Wissens, anders als ich als Wissenschaftlerin, dort niemals persönlich vorgetragen hat.
Zuvor hatte ich mich auch von einem deutschen Wissenschaftsgremium beraten lassen, was in einem solchen Fall getan werden kann. Es spricht nicht gerade für den Direktor, dass es überhaupt soweit kommen sollte, und normalerweise hätte man erwarten können, dass er eindeutig signalisiert – per E-Mail – dass er die Situation, sein bisheriges Verhalten nicht so stehen lassen möchte. Dies auch, da ihn das Thema offenbar weiter sehr interessiert und er aktuell an einer Publikation zur Kunst in seiner Stadt der fraglichen Zeit arbeitet.
Wir sind nicht die Einzigen, die Beschwerden gegen Székely vorbringen, denn bereits 2016 schrieben die Mitarbeitenden des Museums von Mosonmagyárovár, wo er damals Direktor war, laut eines Presseberichts einen Beschwerdebrief. Der Vorwurf: Fachliche und persönliche Defizite. Hier der Original-Artikel:
Es muss der Stadt und dem Land klar sein, dass, wenn weiter nicht korrekt wissenschaftlich vorgegangen wird und der Direktor und sein Kreis dies für Ihre Zwecke und ihrem Vorteil trotzdem nutzen, eine Reihe von wichtigen Werken, Fotos, Dokumenten und weiteren Informationen zur Spielkartenmaler- und Künstlerfamilie Unger für sie für immer verloren sein werden. Es ist auch als äußerst unfreundlicher Akt zu werten, dass alle Informationen, Ergebnisse und vorgelegten Quellen übernommen wurden, aber ein echtes fachliches Gespräch über die Kunst stets kategorisch abgelehnt wurde (vgl. meine Anmerkungen hierzu im Zusammenhang mit der Ausstellung). Wenn man selbst so viele Fehler macht, wie Zoltán Székely, dann sollte man sehr vorsichtig mit der Kritik anderer sein und so zu verfahren wie er, erscheint nicht nur in Anbetracht meiner Gesamtleistung und Großzügigkeit völlig verfehlt. Die Entscheidung liegt jetzt bei ihm und der Stadt, ob sie von nun an die akzeptierten wissenschaftlichen Standards in puncto Integrität einhalten wollen. Es soll sich andernfalls aber auch kein Ungar beschweren, dass dem Land schon wieder Kunstwerke endgültig abhanden gekommen sind.
All dies wirft aber auch auf den Bürgermeister Prof. Dr. András Csaba Dézsi als Professor der lokalen Universität und somit diese Einrichtung kein gutes Licht. Vielleicht kennt er aber auch nicht alle Hintergründe.
An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal betonen, dass mein Mann und ich im Rahmen unserer Recherchen zwar nach einigen benötigten Quellen und Informationen gefragt haben, jedoch niemals irgendjemanden beauftragt haben, in unserem Namen zu verhandeln. Die Kommunikation läuft stets nur über uns selbst. Allerdings muss hinzu gefügt werden, dass es offenbar solche gab, die von der Situation finanziell profitieren wollten und in deren Interesse es daher offenbar lag, dass der Konflikt noch weiter eskalierte.
Im Rahmen dieses Blogs finden sich folgende, ausführliche Informationen:
1. Was war bis zu meiner Forschung über die Familie Unger und deren Kunst bekannt:
2. Darstellung der von meiner Familie und mir übernommenen Informationen, Fotos und Objekte sowie den vielen von Zoltán Székely gemachten Fehlern in der Ausstellung von 2010:
3. Zoltán Székely machte auch im Hinblick auf das Bürgerrecht von Mathias Mátyás Unger einen schweren Fehler, behauptete, dass er kein Vollbürger gewesen sei und attackierte mich schwer, negierte die Möglichkeit bis zum Ende, obwohl ich beweisen kann, dass Unger das Bürgerrecht hatte. Dieser Punkt ist auch im Hinblick auf die Doktorarbeit von 2020 der Museumsmitarbeiterin Zsanett Nemesné Matus interessant:
4. Der in einigen wesentlichen Punkten plagiierte und extrem fehlerbehaftete Artikel von Zoltán Székely:
4. Hier finden Sie die wichtigsten Teile unserer E-Mail-Korrespondenz, die schnell zeigt, wie er lügte, betrügte, sich laufend widersprach und sich insgesamt völlig inakzeptabel vernielt (meine Kommentare befinden sich im Dokument in Form von sticky notes):
6. Die Chronik der fehlenden Quellen des Stadtarchivs von Györ, dass seit 2007 meine Forschung massiv behindert, indem mir wichtige Quellen nur sehr zögerlich oder unter – wie es scheint fadenscheinigen Ausreden – gar nicht ausgehändigt wurden:
https://magyarcsalad.com/2020/10/04/wo-sind-die-fehlenden-quellen-des-stadtarchivs-gyor/
Sollte Zoltán Székely, der bis zum Schluss alle Vorwürfe und Fehler kategorisch bestritt, etwas anderes Behaupten, wird sich leicht nachweisen lassen, dass dies nicht stimmt! Alles, was ich hier vorbringe basiert auf Fakten, die ich nachweisen kann.
Meine bisherigen Publikationen können hier heruntergeladen werden:
https://independent.academia.edu/ClaudiaTheresiaWunderlich?swp=rr-ac-40719903
Stand Mai 2022: In nächster Zeit wird die hier präsentierte Chronik aktualisiert zusammen mit den inzwischen ausgetauschten Schriftstücken. kurz zusammengefasst zeigt die Stadt weiter keine Anzeichen, die Sache akademisch korrekt behandeln zu wollen und Herr Székely distanzierte sich weiterhin nicht von seiner mir gegenüber vollkommen inakzeptablen Behandlungsweise. Das ist natürlich genau der richtige Weg, um Zugang zu wertvollen Kunstwerke von hoher Relevanz für die Geschichte und Kunstgeschichte Ungarn zu bekommen.

There is no statute of limitation on murder and plagiarism: The breach of academic integrity of the director of the museum in Győr
This blog is about the plagiarism of two German academics‘ work, fraud, and notorious lies of Zoltán Székely, the director of the Flóris-Rómer-Museum in Győr, who came into office on 1st July 2020. It is about letting university lecturer Gyula Szakál PhD cite repeatedly out of a misappropriated manuscript and about a CD with 19th century family photos the museum received as per contract for single-use in the 2010 exhibition only, that they say has disappeared. It is about the city’s archives, where important sources officially listed have also mysteriously vanished. Overall, it is about the lack of academic integrity in the Audi city Győr and a city and mayor, Professor Csaba András Dézsi, who are not the least responsive to two German full professors and patrons, whose generosity was met with unbelievable animosity.
Here is the link to the article on the exhibition from the local press:
Zoltán Székely had already refused to have his article assessed for plagiarism by the Hungarian Academy of Sciences in 2013:
That I am the main researcher he even communicated in an e-mail, though:
The e-mail in which the director of the Rómer-Flóris-Museum in Győr clarifies who the main researcher into Alois Alajos Unger is
Since we have not received any response and a modus vivendi solution with Zoltán Székely, who curated the Unger exhibitionin 2010 and has been the new director of the museum of Györ since 1st July 2020, had failed in 2013, it seems sensible to report on this in a multilingual blog after a careful evaluation of the situation. This is meant as an explicit warning to other academics, researchers, and patrons. This also, because the museum and its director preen themselves on their international contacts including the University of Cambridge, although he has never – different from myself as an academic – spoken or given a lecture there.
I had previously sought the advice of a German academic body who would know how to deal with such matters. The fact that the conflict had to reach this point does not put the museum director in a positive light and anyone would normally expect him to unambiguously signal – by e-mail – and not leave it at that. This also because apparently the topic is still of interest to him and he is working on a publication on the art of the period in question.
We are not the only ones to bring forward their grievances against Székely, as already in 2016 the employees of the museum of Mosonmagyárovár wrote a letter of complaint. Their allegation: Professional and personal shortfalls. Here you can access the article as it appeared in the local press:
It should be clear to the city and country that if they continue to violate academic integrity and the director and his circle nevertheless use the fruit of my research for their purposes, a number of important works, photos, documents and further information on the Unger playing-card making and artist family will be lost to them forever. It must also be regarded as a hostile act that essentially all information, results, and sources presented to him were adopted, whereas a true conversation regarding the artifacts was always categorially denied (cf my comments on this topic in the context of the Exhibition). When someone makes as many mistakes as Zoltán Székely, he should be cautious about criticising others and to behave as he did does appear totally inappropriate in view of my overall findings and generosity. It is now up to him and the city whether they want to stick to internationally accepted academic standards. Otherwise, however, no Hungarian shall ever complain that yet again artifacts were lost for Hungary.
All this does not not place in good light Mayor András Csaba Dézsi nor the local university, where he is a professor. He may simply not know all the facts, however.
Here I must emphasise again that although my husband and I did ask for certain sources and information in the context of our research, but we never tasked anyone to negotiate in our name. It must also be added that apparently there were those, too, who wanted to benefit financially and therefore had no interest in a resolution of the conflict, which may have been an aggravating factor.
On this blog the following, detailed information can be found:
1. What was known about the Unger Family and their art before and since my research:
What was known about the Unger family before I started my research and what have I contributed since?
2. Presentation of all the information, photos, and objects received for the Unger exhibition 2010 free of charge by Zoltán Székely from my family and I as well as of the numerous mistakes made by the latter:
What content did Zoltán Székely, then curator, now director of the Flóris-Rómer-Museum in Györ contribute to the Unger-exhibition in 2010?
3. Zoltán Székely als made a grave mistake with regard to the burgher status of Mátyás Unger the elder, by claiming he had been but a mere inhabitant and not a burgher. He harshly attacked me and claimed that this was not so, and negated this proven fact categorically until the end, despite all evidence to the contrary. This point is also interesting in view of the PhD thesis, defended in 2020, by museum employee Zsanett Nemesné Matus :
4. The altogether seriously flawed article in which key points were plagiarised (if English translations are needed of any of the parts, please do contact me):
4. Here the most important parts of our e-mail correspondence can be found, with which it is easy to see how he lied, cheated, and repeatedly contradicted himself:
5. The chronicle of the missing sources of the Györ city archives, which has severely hindered my research since 2007 by handing out important sources tardily or not at all:
Where are the Győr city archive’s missing sources?
Should he, who has denied everything, claim otherwise, it will be easy to prov that this is incorrect. Everything put forward here is based on facts that can be proved.
My publications on the Unger playing-card and artist family can be downloaded here:
https://independent.academia.edu/ClaudiaTheresiaWunderlich?swp=rr-ac-40719903
Current state May 2022: An update will be provided with the pieces of correspondence exchanged in the meantime. In gist, the city does not seem to want to treat the issue in an academically sound way nor did Mr Székely distance himself in any way from the totally inacceptable way in which he treated me. This is certainly the ideal way to gain access to rare and precious artifacts of high relevance for the history and art history of Hungary.

What content did Zoltán Székely, then curator, now director of the Flóris-Rómer-Museum in Györ contribute to the Unger-exhibition in 2010?
For the exhibition on the Unger playing-card making and artist family, my family and I did considerable work, which, however, Zoltán Székely categorically denied, even in an e-mail. We had to actively request an invitation, too! He tried to belittle my efforts, although I did bear the brunt. According to him, most information had already been printed somewhere already. But not only is it an achievement of its own to gather all the available information from a plethora of sources, my contribution really is considerable. He on the other hand made a series of grave mistakes and was not even able to correctly copy the date of baptism of the painter from me!
What parts of the exhibition did I provide or make available?
What follows is an exact description of all exhibition tables and exhibits:
The exhibtion space consisted of two rooms. In the first one nine out of ten larger exhibition boards could be found:

On the first one were written the name of the curator as well as the people and institutions who had had loaned artworks or were mentioned for their special achievements in the context of the exhibition. My name appeared there twice, but instead of my Dr. phil. (my German PhD) only an M. Phil. was mentioned. In reality I hold two M.A. degrees in addition to a Bavarian State Exam for teaching at grammer Schools (Gymnasium). Also it said that I worked in the nonexisting city Neu-Köln (Neu-Kölln, part of Berlin, was widely discussed as a negative example of German migration politics in Hungary at the time). Furthermore, my contribution was reduced to mere family history and not a word was said about our reconstruction of the historical playing-card production (different from the official press release), the partly reconstructed list of the painter’s works in oil, and the unusually difficult negotiation to loan the Holy Family painting as well as its transport at my own risk and expense. The fact that my parents procured scans of the Unger playing-cards kept at the Vienna Technical Museum from the Austrian National Library and funded by them did not find any mention, either.

There was another exhibition board depicting the family pedigree which I had given Zoltán Székely in written form in February 2010 (I could have drawn it like that had the museum told me to use the Ahnenblatt software). To it the curator had added a few details from a source (Házi) I had cited in my draft article a large part of the exhibition was based on. On my suggestion not only my family photos were added whenever possible, but also the faces of additional memebers from the family portrait.

Another exhibition board offered a brief account of the history of the Unger family including two 19th-century family group photos. That the photos were part of my family heirloom, for which I had given a single-use permit for the exhibition, was was only stated in German as Familienarchiv (family archives) in an otherwise Hungarian text.
Except for minor additions not requiring research, Zoltán Székely took the entire rest of the information from me, but made a mistake I had tried to avoid: During my research in Győr 2007 I had unearthed information that, at some point apparently, the Abbot’s House (today part of the museum) at one point had been #205 (later 210). This was the address I had found for Mátyás the Younger’s shop in 1857 and since they lived in that very building, I had assumed it had been the same. It was only later, particularly after my further research in 2010, that I began to realize that it was illogical (although not impossible) for one house to go under two different numbers in the same year. After investigating the tax records on microfilm at the Latter-Day-Saints in Neu-Ulm in 2010 I began to assume that it must have been the Lloyd building instead. I therefore only wrote the old address Fő tér 205 in the manuscript I sent to Zoltán Székely in May of that year. I assumed he would check the address for the exhibition, particularly since I had explicitely raised the question in an e-mail before, but he did not. Instead he wrote what I had written in my very first short article in Talon in 2009 for lack of better evidence, that it was the Abbot’s House. I would have alerted him of the fact again had he been willing to discuss the exhibition boards with me before the exhibition.
He also left out the important fact that Mátyás the Elder was a burgher of his city, and not a mere inhabitant. He categorically denied this possibility until the end, which is a grave mistake, I shall expand on elsewhere:
Altogether, he did not put any research of his own into this at all.
On the same wall a larger map of reform era Győr was hung.

Still another exhibition board gave a brief overview of playing-card making in Hungary and Győr. The information as well as the images of Unger playing-cards Székely had taken from sources cited directly or indirectly by me (by and large the article by Antal Jánoska and Ferenc Horváth from Talon in 2006 and the there cited history of Hungarian playing-cards by Jenö Kolb). In the final two paragraphs specifically on the Unger family Székley recounted the information I had submitted in my manuscript. He only added the information (which could easily be gleaned from one of the playing-cards in Kolb) that the first two playing-cards depicted were engraved by János Koller, a playing-card maker from Sopron, since they bore his signature. What he did not add is the fact that Koller, too, was a student of the Vienna Academy of Fine Arts where he was trained as an engraver, nor did he elaborate on the significance of those two playing-cards engraved by him (cf my article in Acta Ethnographica from 2012).
The playing-card ad on the board was part of a series of ads placed in the local newspaper by Mátyás the Younger in 1845 and was also mentioned in my manuscript. The four German playing-cards depicted at the bottom of the exhibition board are kept in the collection of the Vienna Technical Museum (Inventory number: 84564). The scan was procured by my parents at their expense at the Austrian National Library in Vienna from the book on German playing-cards by Reisinger (Reisinger, Klaus (2003): Herz, Schelle, Laub, Eichel: Spielkarten mit deutschen Farben aus fünf Jahrhunderten ; Österreich unter den Habsburgern. Self-published) and given to the curator of the exhibition on the missing picture CD by me in February 2010.
In an e-mail from 19 August 2010 he had written: Wir können aus dem /Technisches Museum Wien/ die Unger-Spielkarten leider nicht leichen, weil es 2500 EUR kosten würde. Aber wir bestellen die Digitalfotos von beiden Paketen (es kostet nur 500 EUR). (We are unable to borrow the playing-cards from the Vienna Technical Museum because it would cost 2500 €. But we will ordert he digital photos (it only costs 500€; the spelling of the German text is as written by Székely)).
Since the scans are absolutely identical with mine and credit is given nowhere to the Vienna Technical Museum, did he really order the digital images and pay the 500€? He did not give credit for the scans to my parents, either, although I had explicitely asked him to do so in an e-mail. My parents also noticed that this had not been done at the opening of the exhibition and were rather disappointed.

The next exhibition board further exapanded on the Oedenburg/Sopron pattern and the images of the playing-cards used there at the top are also from the scans provided together with the background information on the depicted cards by my parents and me. The curator only added a picture of a centuries-old card added to it because it further illustrated the text plus an Oedenburg/Sopron card game by the Ungers from the collection of the Flóris Rómer Museum. I had also given the catalogue from the exhibition Spielkarten aus dem Biedermeier (Playing-cards from the biedermeier-era) held at the Vienna Technical Museum in 2000 to the curator to be scanned in February 2010. From these and my article manuscript it cannot have been overly time-consuming to write the three paragraphs that constitute the text on the exhibition boards. It should also be noted that he called Hans Schäufelein „Hans Leonhard Schäufelein“ (copied directly from Reisinger) although art historians usually consider it more correct to leave out the Leonhard – as is also customary in the artist’s hometown Nuremberg.


On one wall the family portrait from the National Gallery from 1843 was shown with my description of the family members. The curator commented on the elegant dress of the family members, which seemed to surprise him (most likely because he categorically denied the proven fact the family were burghers and not just inhabitants of their hometown, ie belonging to the upper crust of inhabitants, cf https://www.habsburger.net/en/chapter/high-society-how-having-rights-burgher-went-hand-hand-social-status ). Overall, the description was rather short and only claimed it was a biedermeier painting despite visible late Nazarene influence.
A Viennese pendulum clock had been hung on one wall, with which, it seems, they wanted to emulate the interior of a contemporary home of a bourgeoise family. However, my family had owned a picture clock painted by Alajos. It was listed in his brother Károly’s will and this, too, was something I had wanted to discuss with the curator Zoltán Székely pre-exhibition, but he acted completely disinterested in discussing any of the content with me after having received my manuscript (in which I had not mentioned it yet, because I only found the time to research into Viennese picture clocks after submitting).













Also displayed was a game table with biedermeier chairs and playing cards (not from the Unger family) placed on an oriental rug. A couple of cabinets featured some more Biedermeier playing-cards (again none from the Unger family, only similar) and a wooden Unger playing-card printing block. In another one a book from the city archives with the entry recording the Unger bankrupcy in 1839 was shown (I had informed Zoltán Székely of the existence of this source after submitting my article, but sadly had never heard back until the exhibition), a tax book from the 1830s listing Mátyás Unger the Elder as the owner of the house that then came under the hammer as a consequence of this, and, finally, Károly Unger‘s printed obituary in a booklet from the diocesan archives (a copy of which we had already obtained from the diocesan office in 1988).

On yet another exhibition board information on Alajos‘ educational and professional background was presented and my reconstruction of his oilwork based on the will of his brother I had found in 2007, with only some general information or some from my sources from my manuscript simply added. However, Zoltán Székely – just in his later article on Alajos‘ drawings – did not even manage and copy the correct date of baptism of the artist: Instead of 29 October he wrote 29 September 1814! Altogether, he did not do any research of his own on the artist and his oilwork!


The next exhibition board presented a reconstruction of the historical playing-card making, which my husband and I had reconstructed and which the museum had plagiarized structurally. It looked as though they had removed German engineer Professor Jürgen Wunderlich‘s reconstruction model at the last minute in order not to cite him and give him credit for his work (which was the only condition for them to use the model worth a minimum of 15,000 euros in the exhibition; it was later published in my articles in The Playing-card and in Acta Ethnographica). We had identified the key production steps in the right order (plus the minimum amount of space needed for a workshop like this). The proper reconstruction had been a rather time-consuming endeavor (based not just on the literature, but also a series of practical experiments carried out to determine accurate process times), ie much thought and work went into it and its proper visual representation.
Since the curator didn’t seem to want to ask us to provide a written description of each step, the museum had taken them from different French and German encyclopedias and messed it all up for this reason, according to Professor Jürgen Wunderlich, a renowned production expert.
Images mainly from the Krünitz Technical Encyclopedia, which I had suggested as images for my article and the exhibition, were displayed.

On yet another exhibition board, in five short paragraphs the basic wood engraving and printing technique was explained with photos of the printing-blocks of Unger playing-card wrappers and one card as the main images. The printing technique had also been part of our reconstruction.
The press on display – exhibited along with a broom and a wooden Unger playing-card printing block — also gave an incorrect testimonial of how playing-cards were made at the time. It was not used as a printing-press, but rather to dry the sheets of paper used to make cards.

A final exhibition board showed the prints of various Unger playing-card wrappers with two brief paragraphs stating the obvious. Across the room some of them were shown as original prints in two cabinets with the odd original printing block.
Under the latter two exhibition boards a cabinet was arranged to display sheets of 16th-century playing-cards by Viennese playing-card maker Hans Bock as well as cards used as evidence in an 18th-century court trial.
The two other oil paintings on display there were the Recapture of Györ from 1840 as well as a Madonna or rather Holy Family painting. For both paintings a brief description was offered with nothing new on the battle painting that had already been displayed at exhibitions in Györ in 1972 and 1998. The description of the Holy Family painting was severely flawed: Zoltán Székely did not realize that it was a copy of a painting usually referred to as La vierge au bas-relief or Madonna del Bassorilievo by leonardesco Cesare da Sesto that was believed to be one by Leonardo himself during Alajos‘ lifetime. He only mentioned Raphael as a potential model. Before the exhibition I had already come across a similar holy family by da Sesto in the Hermitage Museum in St Petersburg. I wanted to show and discuss this with him before the exhibition, but again he made it clear that he did not want to discuss the art with me under any circumstances.
In the second room a number of drawings – several of which were my own — by Unger and two copies of works of his main teacher at the Viennese Academy, Leopold Kupelwieser, by J. Rauch, and a print by an Italian artist copied by Alajos were displayed, each with a brief description stating author, materials used, and owner. The only exception were three drawings, two based on well-known antique statues (Resting Hermes, Hercules Farnese) and one by Hubert Maurer, which were described in somewhat more detail. The information on the latter concerned Maurer himself. Already there he incorrectly called Hubert Maurer Huber Maurer.

The only large exhibition board in the room rendered brief general and well-known information on the training received at the Vienna Academy of Fine Arts. Huber Maurer again was written instead of Hubert Maurer – just like in his later article, where Zoltán Székely misspelled the name repeatedly, meaning it was definitely not just a one-off typo. In addition to this, the information that Alajos had studied at the Viennese Academy between 1833 and 1842 I had provided based on the primary sources at the academy’s archives (before me, all the literature claimed he had studied there only from 1836) was added that were confirmed by the handwritten notes on some of the drawings.. It was not made clear, however, that he seemed to have attended only one course there in 1833 only to return in 1836. These were the primary sources to confirm the information on some of the drawings found in 2009 and that the museum had got hold of (I had intended to loan the ones I had purchased in 2010 to the museum on a permanent basis, but because of how the curator and now museum director behaved I have since come to collect them). The final paragraph of the exhibition board by and large specified the different types of these.
A metal headbust could also be found in front of a closed door in between the drawings.
Furthermore, a cabinet displayed documents (printed school yearbooks and handwritten sources from the school archive in the diocesan archives) pertaining to the Unger family.
Overall, it is easy to see that the most time-consuming research and active pursue of artifacts and search for primary sources in various archives and libraries in addition to the rather difficult procurement of the Holy Family painting, all at our own expense, was done by my family and I. It is unbelievable that the curator made so many serious mistakes.
Welchen inhaltlichen Beitrag leistete eigentlich Zoltán Székely, damaliger Kurator und heutiger Direktor des Rómer-Floris-Museums in Györ zur Unger-Ausstellung 2010?
Für die Ausstellung über die Spielkartenmaler- und Künstlerfamilie Unger leisteten meine Familie und ich erhebliche Arbeit, was Zoltán Székely jedoch vehement bestritt, sogar in einer E-Mail, und er versuchte, meine Arbeit als geringen Beitrag darzustellen. Wir mussten auch aktiv nachfragen, um überhaupt eine Einladung zu erhalten. Das Meiste sei seiner Meinung nach ohnehin schon gedruckt gewesen. Aber nicht nur ist es eine eigene Leistung, all die bereits gedruckten Informationen aus diversen Quellen zusammenzutragen, sondern mein inhaltlicher Beitrag ist insgesamt erheblich. Er hingegen machte eine Reihe von gravierenden Fehlern und schaffte es noch nicht einmal, das korrekte Taufdatum des Malers von mir abzuschreiben!
Welche Teile der Ausstellung stellte ich genau zur Verfügung oder vermittelte diese?
Es folgt hier eine genaue Beschreibung der Ausstellung und jeder Ausstellungstafel sowie Exponate:
Insgesamt erfolgte sie in zwei Räumen. Im ersten befanden sich neun von insgesamt zehn größeren Ausstellungstafeln:

Die erste nannte den Namen des Kurators, der Personen und Einrichtungen, die Kunstwerke geliehen oder restauriert hatten oder sonstige besondere Leistungen für die Ausstellung erbracht hatten. Mein Name kam dort zweimal vor, wobei statt meinem Dr. phil. nur einmal ein M. Phil. genannt wurde, jedoch habe ich zwei M.A.s und ein bayerisches Staatsexamen für Lehramt an Gymnasien. Auch hieß es, ich würde in der fiktiven Stadt Neu-Köln arbeiten (das real existierende Neu-Kölln war damals in Ungarn ein Negativbeispiel für deutsche Migrationspolitik). Auch wurde mein Beitrag auf reine Familiengeschichte reduziert, kein Wort von der Rekonstruktion des Spielkartenherstellungsprozesses (anders, als in der offiziellen Pressemitteilung), dem teilweise rekonstruierten Ölwerk des Malers und der besonders schwierigen Vermittlung des Madonnenbildes sowie des Transportes auf mein Risiko und meine Kosten. Der Umstand, dass meine Eltern Scans mit Unger-Spielkarten aus der Österreichischen Nationalbibliothek besorgt und bezahlt hatten fand auch keine Erwähnung.

Auf einer weiteren Tafel war der Stammbaum, den ich in tabellarischer Form Zoltán Székely im Februar 2010 übergeben hatte (ich hätte ihn gleich so graphisch darstellen können, wenn das Museum mir gesagt hätte, dass ich ihn im Ahnenblattformat erstellen soll). Der Kurator hatte noch ein paar Details von einer meiner Quellen (Házi) ergänzt, die ich aus Platzgründen weggelassen hatte, aber in meinen Artikel-Manuskript zitiert hatte, auf dem wesentliche Teile des Ausstellung basierten. Auf meinen Vorschlag hin wurden in den Stammbaum nicht nur Fotos von Familienmitgliedern sondern auch Ausschnitte aus dem Familienporträt eingefügt, wo immer möglich.

Ausstellungstafel 3: Die Unger-Familiengeschichte
Auf der nächsten Tafel wurde die Geschichte der Familie Unger kurz dargestellt und zwei Familiengruppenfotos in Gänze gezeigt. Dass die Fotos Teil des in meinem Besitz befindlichen Familiennachlasses waren, wofür das Museum die Einmal-Genehmigung zur Verwendung in der Ausstellung erhalten hatte, wurde im sonst rein ungarischen Text nur auf Deutsch geschrieben (Familienarchiv) und nicht auf Ungarisch.
Außer geringfügigen Ergänzungen, die keinerlei Forschung bedurften, stammte der gesamte Rest der Informationen von mir – mit Ausnahme eines Fehlers, den ich unbedingt vermeiden wollte: Während meiner Forschung in Győr 2007 hatte ich Informationen gefunden, denen zufolge das Prälatenhaus (heute Teil des Museums) früher einmal die Nummer 205 (später 210) gewesen war. Dies war auch die Hausnummer, die ich für den Laden von Mathias Mátyás Unger den Jüngeren eruiert hatte. Da dies auch die Wohnadresse der Familie war, nahm ich an, dies wäre der gleiche Ort gewesen. Erst später, insbesondere nach meiner Forschung 2010, wurde mir richtig klar, dass es unlogisch (wenn auch nicht unmöglich) wäre, dass ein und dasselbe Haus im gleichen Jahr zwei verschiedene Nummern hätte. Nachdem ich später in jenem Jahr bei den Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) Steuerbücher auf Mikrofilm ausgewertet hatte, begann ich davon auszugehen, dass es sich de facto um das heutige Lloyd-Gebäude am Hauptplatz handelte. Ich hatte angenommen, dass Székely die Adresse für die Ausstellung überprüfen würde, insbesondere auch, da ich ihm in einer E-Mail eine diesbezügliche Frage gestellt hatte. Dies war aber nicht der Fall. Stattdessen schrieb er, was ich mangels besserer Informationen in meinem Artikel 2009 geschrieben hatte: dass sich der Laden im Prälatenhaus befand. Ich hätte ihn noch einmal darauf aufmerksam gemacht, wenn er vor der Ausstellung bereit gewesen wäre, vernünftig mit mir über die Inhalte zu sprechen oder mir die Tafeln zur Durchsicht geschickt hätte.
Auch ließ er den wichtigen Umstand, dass Mathias Mátyás Unger der Ältere Vollbürger seiner Stadt war. Diese Möglichkeit negierte er kategorisch bis zum Schluss, worüber ich ausführlich schrieb:
War Mathias Mátyás Unger der Ältere wirklich Vollbürger von Györ?
Insgesamt steckte er auch keinen eigenen Forschungsaufwand in diese Tafel.
Auf der gleichen Wand war auch ein Stadtplan von Győr aus der Reformzeit aufgehängt.

Wiederum eine andere Tafel stellte kurz die Geschichte der Spielkartenherstellung in Ungarn und Győr dar. Die Informationen und die Bilder der Unger-Karten bezog er aus Quellen, die ich direkt oder indirekt zitiert hatte (im Wesentlichen der Artikel von Antal Jánoska und Ferenc Horváth aus Talon 2006 und die dort zitierte Geschichte der Spielkarten von Jenő Kolb). In den letzten beiden Absätzen gab Székely die Informationen, die ich in meinem Artikel über die Familie Unger bereitgestellt hatte, wieder. Die einzige Information, die er hinzufügte (die jedoch leicht aus der Signatur in einer der Spiekarten aus Kolb abgelesen werden konnte) war, dass zwei der Karten vom Soproner Spielkartenmaler Koller, der jedoch János, nicht József hieß, gestochen wurden, da sie seine Signatur trugen. Er ergänzte jedoch nicht, dass dieser Spielkartenmaler zum Kupferstecher an der Wiener Akademie ausgebildet wurde und führte auch keine genaueren Hintergründe zu diesen beiden Spielkarten aus (was ich in meinem Artikel in Acta Ethnographica von 2012 tat). Als ich die Signatur später genauer mit einer Lupe studierte stellte ich allerdings fest, dass die Signatur Gasto Joh, nicht Koller lautete.
Die Spielkartenanzeige auf der Tafel war Teil einer Reihe von Anzeigen, die Mathias Mátyás der Jüngere 1845 in der Lokalzeitung schaltete und auf die ich auch in meinem Manuskript hinwies. Die vier ganz unten auf der Tafel abgebildeten deutschen Spielkarten werden in der Sammlung des Technischen Museums Wien (Inventarnummer: 84564) aufbewahrt. Der Scan wurde von meinen Eltern auf deren Kosten in der Österreichischen Staatsbibliothek angefertigt und stammen aus dem Buch über deutsche Spielkarten von Reisinger (Reisinger, Klaus (2003): Herz, Schelle, Laub, Eichel: Spielkarten mit deutschen Farben aus fünf Jahrhunderten; Österreich unter den Habsburgern. Eigenverlag) und wurde von mir dem Kurator auf der verschollenen Bilder-CD im Februar 2010 überreicht.
In einer E-Mail vom 19. August 2010 hatte er geschrieben: Wir können aus dem /Technisches Museum Wien/ die Unger-Spielkarten leider nicht leichen, weil es 2500 EUR kosten würde. Aber wir bestellen die Digitalfotos von beiden Paketen (es kostet nur 500 EUR). (Originaltext von Z. Székely, ohne Korrektur der Rechtschreibung.)
Da die Scans völlig identisch sind mit meinen und das Technische Museum Wien nirgendwo im Zusammenhang mit den Bildern von den Spielkarten genannt wird stellt sich die Frage: hat er tatsächlich die Digitalbilder bestellt und 500€ bezahlt? Er nannte meiner Eltern jedoch auch nirgendwo in der Ausstellung, obwohl ich ihn in einer E-Mail explizit darum gebeten hatte. Meine Eltern bemerkten dies auch bei der Eröffnung und waren sehr enttäuscht darüber.

Die nächste Ausstellungstafel beschrieb die Soproner/Ödenburger Spielkarte genauer und alle oberen Bilder – also alle, bis auf die Nürnberger Karte unten links und dem Abdruck eines Unger-Kartenspiels im Besitz des Museums unten rechts – sind ebenfalls von den von meinen Eltern und mir zur Verfügung gestellten Scans aus der Österreichischen Nationalbibliothek aus dem o.g. Buch von Reiseinger, die auch Text mit Hintergrundinformationen enthielten. Außerdem hatte ich dem Kurator zum Scannen im Februar 2010 den Katalog von der Ausstellung Spielkarten aus dem Biedermeier des Technischen Museums WIen aus dem Jahr 2000 geliehen. Mit Hilfe dieser Quellen und meinem Artikelmanuskript hielt sich der nötige Zeitaufwand zur Erstellung dieser Tafel sicher auch sehr in Grenzen. Beachtenswert ist auch, dass er Hans Schäufelein „Hans Leonhard Schäufelein“ bezeichnete (was er wörtlich von Reisinger übernommen hatte), obwohl es Kunsthistoriker als korrekter einstufen das Leonhard wegzulassen – wie es auch in der Heimatstadt des Künstlers, Nürnberg, Usus ist.

Auf einer Wand wurde das Familienporträt aus der Nationalgalerie von 1843 gezeigt mit meiner Beschreibung der Familienmitglieder. Der Kurator kommentierte die elegante Kleidung der Familienmitglieder, was ihn zu überraschen schien (wahrscheinlich, weil er die bewiesene Tatsache, dass die Ungers Vollbürger ihrer Heimatstadt waren, d.h. ursprünglich zur damaligen Oberschicht ihrer Stadt gehörten, kategorisch verneinte. Siehe auch: https://www.habsburger.net/de/kapitel/high-society-wie-buergerrecht-und-sozialer-status-zusammenhingen
Eine Wiener Pendeluhr war an eine Wand gehängt worden, mit der man allem Anschein nach das Interieur einer Wohnung einer bürgerlichen Familie der damaligen Zeit nachempfinden wollte. Jedoch gehörte der Familie eine von Alois Alajos Unger gemalte Bilderuhr. Diese wurde im Testament seines Bruders Carl Károly erwähnt und auch diesen Umstand wollte ich mit dem Kurator Zoltán Székely vor der Ausstellung besprechen, aber er machte ja keinerlei Anstalten über inhaltliche Punkte der Ausstellung und die Kunst mit mir zu sprechen (mit Ausnahme des Stammbaums, bei dem er Fotos falsch zugeordnet hatte; in meinem Artikelmanuskript war die Bilderuhr noch nicht erwähnt, weil ich noch keine Zeit gehabt hatte, Näheres über Wiener Bilderuhren zu recherchieren).













Darüber hinaus wurde ein Spieltisch mit Biedermeierstühlen und zeitgenössische Spielkarten (nicht von der Familie) auf einem Orientteppich gezeigt. Mehrere Vitrinen beinhalteten weitere Biedermeierspielkarten (wiederum keine von der Familie Unger, nur ähnlich) und einen Unger-Druckstock aus Holz. In einer weiteren wurde ein Buch aus dem Stadtarchiv mit dem Bankrott der Familie Unger von 1839 gezeigt (über diese Quelle hatte ich Zoltán Székely nach dem Einreichen des Artikels informiert, aber bis zur Ausstellung leider nichts mehr davon gehört), ein Steuerbuch aus den 1830er Jahren, das Mathias Mátyás Unger als Besitzer des so unter den Hammer gekommenen Hauses angibt sowie Carl Károly Ungers gedruckten Nachruf aus einem Büchlein des Diözesanarchivs (den meine Familie und ich bereits 1988 im Diözesanamt kopiert hatten).

Auf noch einer Tafel wurden Hintergründe zu Alois Alajos‘ Ausbildung und Berufsleben dargestellt sowie meine damalige Rekonstruktion seines Ölwerks basierend auf dem von mir 2007 aufgefundenen Testament seines Bruders Carl Károly, wozu nur wenige weitere allgemeine Informationen oder solche aus den von mir genannten Quellen ergänzt wurden. Jedoch schaffte es Zoltán Székely noch nicht einmal – wie später auch in seinem Artikel über Alois Alajos‘ Zeichnungen in der Arrabona – das Taufdatum des Künstlers richtig abzuschreiben: Statt 29. Oktober schrieb er 29. September 1814. Allgemein lässt sich festhalten, dass er keine eigene Forschung zum Künstler und sein Ölwerk anstellte und lediglich ein paar Informationen, die auf den ihm übergebenen Zeichnungen vermerkt waren, hinzufügte.


Die nächste Ausstellungstafel präsentierte eine Rekonstruktion der historischen Spielkartenherstellung, die mein Mann und ich rekonstruiert hatten und die das Museum strukturell plagiiert hatte. Es wirkt so, als hätten sie das von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Wunderlich ersellte Rekonstruktionsmodell in letzter Minute von der Tafel entfernt, um ihn nicht als Autor nennen zu müssen (was die einzige Bedingung gewesen wäre, um das Modell im Wert von mindestens 15.000 Euro in der Ausstellung nutzen zu dürfen; es wurde dann 2011 und 2012 in meinen Artikeln in The Playing-Card und der Acta Ethnographica abgedruckt). Wir hatten die Hauptproduktionsschritte in einer Werkstatt wie die der Ungers in der richtigen Reihenfolge sowie den Mindestplatzbedarf ermittelt.
Da der Kurator offenbar nicht nachfragen und uns bitten wollte, auch die konkrete Beschreibung der Schritte nachzuliefern hatte das Museum einfach vermeintlich passende Beschreibungen aus verschiedenen alten Enzyklopädien, aus dem deutschen und französischen Kulturkreis, herausgesucht, ohne jedoch auf den Kontext zu achten und dadurch den Gesamtprozess bedauerlicher Weise völlig durcheinander gebracht, so Produktionsexperte Professor Wunderlich.
Bilder, hauptsächlich aus der Technischen Enzyklopädie von Krünitz, wurden gezeigt, da ich diese in einer E-Mail auch als Abbildungen für meinen Artikel vorgeschlagen hatte.

Auf noch einer Tafel wurde in fünf kurzen Abschnitten die zugrundeliegende Holzschnitt- und –drucktechnik erklärt, wobei Bilder der Unger-Karten- und –Verpackungsdruckstöcke sowie der einer Spielkarte (alle im Besitz des Museums) als Hauptabbildungen fungierten. Die Drucktechnik war auch Teil unserer o.g. Rekonstruktion gewesen.
Die gezeigte Presse – die mit einem Besen sowie einem Unger-Holzdruckstock gezeigt wurde – gab auch ein falsches Zeugnis des Kartenherstellungsprozesses. Die Presse wurde nicht zum Drucken, sondern zum Trocknen von Kartenbögen verwendet.

Eine letzte Ausstellungstafel zeigte Abdrücke von diversen Kartenverpackungen der Ungers, wobei nur beschrieben wurde, was ohnehin offensichtlich war. Gegenüber im Raum befanden sich Vitrinen, die Originaldrucke sowie ein paar Druckstöcke der Familie zeigten. Unter den letzten zwei Tafeln befanden sich zwei Schaukästen mit Bögen von Spielkarten des Wiener Spielkartenmalers Hans Bock sowie Karten aus dem 18. Jahrhundert, die als Beweismittel vor Gericht genutzt worden waren (s. erste Slideshow oben).
Die anderen beiden Ölgemälde in der Ausstellung waren die Rückeroberung Raabs von 1840 sowie eine Madonna bzw. Heilige Familie, die ich als Leihgabe vermittelt hatte. Zu beiden Bildern gab es eine kurze Beschreibung, jedoch keinerlei neue Erkenntnisse zum Schlachtbild, das bereits 1972 und 1998 im Győrer Museum gezeigt wurde. Die Beschreibung des Gemäldes der Heiligen Familie war völlig falsch: Zoltán Székely hatte nicht bemerkt, dass es sich bei dem Bild um eine Kopie des Bildes La vierge au bas-relief/Madonna del Bassorilievo vom leonardesco Cesare da Sesto handelte, von dem man zu Alois Alajos Ungers Lebzeiten annahm, dass es von Leonardo selbst geschaffen wurde. Er nannte allerdings Raffael als einziges erkennbares Vorbild des Gemäldes. Vor der Ausstellung hatte ich bereits bemerkt, dass es in der Petersburger Eremitage (die ich 2003 besucht hatte) eine ganz ähnliche Darstellung gab, aber er hatte mir ja vor der Ausstellung mehr als deutlich gemacht, dass Gespräche über die Kunstwerke mit mir nicht in Frage kämen.
Im zweiten Saal befanden sich eine Reihe von Zeichnungen – mehrere davon aus meinem Besitz – von Unger sowie zwei von Rauch nach des ersteren Hauptlehrers an der Wiener Akademie, Leopold Kupelwieser und ein Stich eines italienischen Künstlers, der als Vorbild für Alois Alajos diente – mit jeweils der kurzen Angabe des Namens des Künstlers, verwendete Materialien sowie Besitzer (Museum oder privat). Die einzige Ausnahme waren zwei Zeichnungen, die nach bekannten antiken Statuen gemalt worden waren (Ruhender Hermes, Hercules Farnese) sowie eine nach Hubert Maurer, die etwas ausführlicher beschrieben wurden, wobei letztere Angaben sich auf die Person Hubert Maurers bezogen. Dort wurde Hubert Maurer bereits fälschlicher Weise als Huber Maurer bezeichnet, und das wiederholt.

Die einzige große Ausstellungstafel im Raum beschrieb kurz den gut dokumentierten und bekannten Ausbildungsverlauf an der Wiener Akademie. Huber Mauerer wurde wieder anstellel von Hubert Maurer geschrieben – wie dies später auch wiederholt im Arrabona-Artikel von Zoltán Székely der Fall war. D.h. es war kein einmaliger Tippfehler oder Ausrutscher. Darüber hinaus hatte er die Information ergänzt, dass Alois Alajos zwischen 1833 und 1842 an der Wiener Akademie studiert hatte basierend auf meinen Informationen aus Primärquellen des Archivs der Wiener Akademie (vor mir fand sich in der gesamten Literatur lediglich die Angabe, dass er ab 1836 an der Wiener Akademie studiert hatte), die durch Angaben auf den Zeichnungen in der Ausstellung bestätigt wurden. Es wurde jedoch nicht thematisiert, dass Unger offenbar nur einen Kurs 1833 besucht hatte und dann erst 1836 an die Akademie zurückkehrte. Mit diesen Primärquellen konnten also die Angaben auf den Zeichnungen bestätigt werden. Diese wurden nach dem Fund 2009 vom Museum erworben (ich hatte beabsichtigt, die von mir erworbenen Zeichnungen derm Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen, diese dann aufgrund des unredlichen Verhaltens des Kurators wieder abgeholt). Im letzten Absatz der Tafel wurden die unterschiedlichen Zeichnungstypen benannt.
Eine Kopfbüste aus Metall befand sich vor einer verschlossenen Tür ebenfalls im Raum.
Zudem wurden in einer Vitrine verschiedene Dokumente mit Bezug zur Familie Unger gezeigt (gedruckte Schuljahrbücher und handschriftliche Quellen aus dem Schularchiv des Diözesanarchivs, auf die ich auch in meinem Artikel Bezug nahm).
Alles in allem ist leicht zu sehen, dass die zeitaufwändigste Forschung und die aktive Suche nach Kunstwerken und Primärquellen in diversen Archiven und Bibliotheken und darüber hinaus die äußerst schwierige Beschaffung des Gemäldes der Heiligen Familie, alles eigens finanziert, von meiner Familie und mir erbracht wurde. Die gravierenden fachlichen Fehler von Zoltán Székely sind schwer zu fassen.
Was war über die Familie Unger und den Maler Alois Alajos Unger bekannt, bevor ich meine Forschung begann und welche Erkenntnisse brachte ich seitdem?
Kurz zusammengefasst: Nicht allzu viel. Als jedoch klar wurde, welche Informationen und Dokumente ich zu meiner Familie hatte sowie es geschafft hatte, eine Liste mit einer Teilrekonstruktion des Ölwerks von Alois Alajos Unger zu erstellen, von der ein Gemälde vor der Ausstellung gefunden werden konnte, sprangen Zoltán Székely und sein Museum auf den fahrenden Zug auf.
Die Familie und der Maler waren vorher im Wesentlichen nur dem Namen nach bekannt, auch in der lokalhistorischen Literatur ihrer Heimatstadt. Alle Spielkartengeschichten, die Österreich-Ungarn thematisieren, erwähnen den Namen Mathias Mátyás Unger. Das Thieme-Becker Kunstlexikon – wie auch ähnliche sogar ungarische, Kunstlexika – nennen nur folgende Informationen zum Künstler:

Die allermeiste Literatur verwendet noch das falsche Geburtsdatum 1815 anstelle von 1814.
Das Győrer biographische Lexikon (Győri Életrajzi Lexikon) kannte nur folgende, kurze Einträge, ohne (korrekte) Lebensdaten und nannte nur einen Mathias Mátyás Unger:




Das Kisalföldi Művésezti Lexikon von 1998 (erste Auflage) war bis zu meinem Artikel im Győrer Museumsjahrbuch von 2012 (erschienen 2014) die ausführlichste Quelle zum Künstler Alois Alajos Unger, nannte jedoch nicht die Kartenmaler:




1998 fand eine Jubiläumsausstellung zur Rückeroberung Raabs statt, bei der Székely ein auf einem anderen Ausstellungskatalog aus seiner Heimatstatt von 1972 stark zurückgriff, s. Bild unten. Dies war die bis zu diesem Zeitpunkt ausführlichste Beschreibung eines der Werke von Alois Alajos Unger und enthielt auch nicht das korrekte Geburtsjahr sowie kein Sterbejahr.

2004 respektive 2006 veröffentlichte der Spielkartenexperte Antal Jánoska ausführlichere Artikel (letzteren zusammen mit Ferenc Horváth) über die Spielkartenhersteller in Győr, bei dem der Schwerpunkt die Spielkarten und –verpackungen der Familie Unger waren. Über die Familie, außer dass es zwei gleichnamige Unger-Kartenmaler gab, die Herstellung und den genauen Produktionsort sowie den Zusammenhang mit dem akademischen Maler Alois Alajos Unger finden wir hierzu jedoch auch kein Wort.
Welche neuen Erkenntnisse brachte ich:
1. Bis zur Ausstellung 2010
Lebensdaten der in Győr lebenden oder dort geborenen Mitglieder der Familie
Dass die Familie ursprünglich aus Sopron stammte und 1857 im Gebäude des heutigen Flóris-Rómer-Museums wohnte (im Prälatenhaus)
Richtiges Taufdatum von Alajos Unger sowie Todesort und -datum
Teilrekonstruktion des Ölwerkes des Künstlers v.a. basierend auf dem Testament seines Bruders Carl Károly und im Zusammenhang mit der Sammlung des Győrer Arztes Petz
Zuordnung der Personen auf dem Familienporträt im Besitz der Ungarischen Nationalgalerie
Alte Familienfotos mit mehreren dieser Personen
Rekonstruktion der vitae dieser Personen, auf Basis der damaligen Quellenlage
Finden von Archivquellen zum Besuch der Zeichenschule von Alois Alajos Unger, bei denen nicht nur der bekannte János Hofbauer, sondern auch Ottó Hieronymi als Lehrer erscheinen und letzterer die Leistungen Alajos Alois’nur als Mittelmäßig einstufte
Auffinden und Zusammenstellung zahlreicher bekannter Quellen zur Familie Unger, den Künstler und der Spielkartenmaler, eine Arbeit, die seit damals fortgesetzt wird
Bildprovenienzen
Finden der Quelle zum Konkurs
Rekonstruktion des historischen Spielkartenherstellungsprozesses mit meinem Mann Prof. Dr.-Ing. Jürgen Wunderlich
Genaue Besuchszeiten der Wiener Akademie für bildende Künste auf Basis von Primärquellen in deren Archiv
Herstellung eines Zusammenhangs des Győrer Zweigs der überregional bekannten Familie Toscano, v.a. dass Alois Alajos Unger bei einem Mitglied der Familie in Wien/Schaumburgergrund wohnte
Alois Alajos‘ (spät-)nazarenische Wurzeln als Maler
Dass Carl Károly in Sopron Kaplan gewesen war, dort schwer erkrankte, lebenslang unter schweren Gesundheitsproblemen litt (u.a. Taubheit), aber dann im Büro des Bischofs als Schreibkraft und Archivar arbeitete und ab den 1870er Jahren als Kurater der Johannes-Nepomuk-Kapelle zusammen mit seiner Haushälterin das kleine Haus neben ihr bewohnte, in dem er 1895 starb
1878 war ebenfalls dort der Spielkartenmaler Mathias Mátyás Unger der Jüngere gestorben
Gesamter Katalog der Ausstellung des Pester Kunstvereins von 1846 (laut der Top-Expertin für dieses Thema nicht vollständig in Ungarn erhältlich!); Székely sah den Katalog bei einem Gespräch vor der Ausstellung bei mir liegen, beäugte ihn interessiert, wollte aber nicht aktiv danach fragen; daher veröffentlichte ich den vollständigen Titel des dort ausgestellten Bildes erst 2014
Informationen aus dem Technischen Museum Wien, wie die dortigen Spielkarten der Familie Unger in deren Sammlung kamen
Auffinden des Bildes der Heiligen Familie und dessen Vermittlung für die Ausstellung (die einem Werk von Cesare da Sesto in der Petersburger Eremitage extrem ähnelte)
Dass die Ungers eine Bilderuhr hatten; letztere beiden Punkte flossen nicht in die Ausstellung ein, da Székely deutlich machte, dass es für ihn nicht in Frage käme, mit mir über die Kunst zu sprechen
Bis zum Arrabona-Artikel 2012 kamen hinzu:
Gymnasialbesuch Alois Alajos‘ bestätigt (Jahrbuch des Benediktinergymnasiums)
Wiederfinden der Bilderuhr
Provenienz des Gemäldes Taufe Vajks, das nicht signiert ist, aber im obigen Testament erwähnt; die Besitzer hatten sich nach der Ausstellung beim Museum gemeldet
Bis zum Acta Ethnographica Hungarica-Artikel:
Rekonstruktion der Adresse des Hauses in Győr (Duna kapu 7) in der sich in den 1840er/50er Jahren die Werkstatt und zeitweise die Wohnung der Ungers befand sowie Alois Alajos Unger laut Zeitungsannonce Zeichenunterricht anbot und in dem er starb
Erste Erwähnung seit den 1930er Jahren, dass sich Flóris Rómer besonders auch für das Sammeln von Spielkartendruchstöcken interessierte
Ausführliche Formulierung der Hypothese, dass Alajos Alois Unger Spielkartendesigner gewesen sein konnte (was ich vorher immer nur kurz erwähnt hatte) und Zusammenhang von seinem Ölwerk mit Spielkaten(-motiven)
Bilderuhr mit der Vedute von Venedig als konkreter Hinweis, dass er auch dorthin reiste
Layout einer ideal rekonstruierten Werkstatt und kurze Beschreibung des so ermittelten historischen Spielkartenprozesses
Arrabona 2014:
Nachweis durch Primärquelle, dass Mathias Mátyás Unger der Ältere tatsächlich das große Bürgerrecht von Győr besaß
Ungarische Akademie der Wissenschaften (MTA)-Kunstgeschichte-Sammlung: Dokumente des Kunsthistorikers Károly Lyka zu Alois Alajos Unger
Auffinden weiterer Werke Ungers und Zuschreibung des Porträts von Franz Ferenc Hergesezell aus der Sammlung des Rómer-Flóris-Museums, insbesondere auch aufgrund von Merkmalen identisch mit einem anderen Werk in Privatbesitz (Zoltán Székely hatte mir nie angeboten, mir die Werke unbekannter Künstler in der Sammlung des Museums anzusehen, daher nahm ich dies selbst in die Hand)
Quelle mit dem Nachweis, dass Alois Alajos Unger als Spielkartendesigner tätig war
Er gehörte mit seinem Bruder zu denen, die in Ungarn zuerst überhaupt patriotische ungarische Spielkarten designten
Werkliste der Ölwerke und erste ausführlichere Beschreibung seines Werks
Zusammenhang im Detail mit den (Spät-)Nazerenern und der Einfluss derer auf sein Werk
Weitere Beobachtungen zu Alois Alajos Unger, die auf dem Blog thematisiert wurden:
Das Fresko im sogenannten Kapitelhaus der Diözese Győr könnte aufgrund der verwendeten Farben und des Malstils von ihm oder unter seiner Mitwirkung entstanden sein, weitere Informationen bzw. Untersuchungen zu den Hintergründen von Seiten der Diözese wären wünschenswert
2017:
Anpassen der rekonstruierten Spielkartenwerkstatt an die Gegebenheiten im Haus Duna kapu tér 7 in Győr
Publikation von 2020:
Rückverfolgung des Stammbaums der Familie Unger als alte Soproner Bürgerfamilie bis in das 16. Jahrhundert
Aufzeigen ihrer verwandschaftlichen und sozialen Netzwerke, u.a. mit der o.g. Familie Toscano sowie dem Pfarrer Carl Károly Beitl
Zusammenhang zwischen Mathias Mátyás Unger und dem auch in Győr tätigen Kupferstecher Johann János Gastó, der für ihn Karten in Kupfer stach
Aufzeigen von Verbindungen zu ehemaligen Kunstsammlungen
Auswertung der MTA-Lexikonsammlung des kunsthistorischen Instituts zu Alois Alajos Unger
Zusammenstellung einiger bisheriger Ausstellungen, bei denen Werke und Druckstöcke der Ungers gezeigt wurden (work in progress)
Auswertung der Zunftakten von Wien und feststellen der Zeiträume in denen sich die beiden Kartenmaler dort aufhielten
Finden des Eintrags im Stadtratsprotokoll, dass Unger 1810 in Győr analog zu obigen Daten als Meister aufgenommen wurde
Finden einer Quelle aus dem Pesti Divatlap, die bestätigt, dass die Ungers die ersten patriotischen Spielkarten in Ungarn herstellten
Aufzeigen, dass das Haus in dem sich die Unger-Kartenwerkstatt befand der Versammlungsort des ersten Győrer Männergesangsvereins war und dass dort möglicherweise die Proben stattfanden
Genaue Darstellung des Immobilienbesitzes des Győrer Kaufmanns Joseph József Unger
Auswerten der Berichterstattung der Lokalpresse zum goldenen Priesterjubiläum sowie Nachruf auf Carl Károly Unger
Transkription zweier Lateinischer Quellen zur Ergänzung seiner vita (Anfrage beim damaligen Bischof Johann János Simor und dessen Antwort)
Transkription des gesamten Testaments
Deutscher Einfluss in der Darstellung des Vajk-Bildes explizit benannt
Feststellung von starker Ähnlichkeit mit Personen auf Familienbildern im Privatbesitz mit Fotos des ersten Győrer Fotografen Mayerhofer im Besitz des Győrer Diözesanarchivs
Weitere Ergänzungen zu den vitae der Győrer Familienmitglieder















































